Warum ich nichts auf Vorrat produziere
- felibuechler3

- 30. März
- 1 Min. Lesezeit
Ich werde manchmal gefragt, warum bei mir nicht immer alles verfügbar ist.
Warum es ein Stück nur einmal gibt und nicht in verschiedenen Farben oder Grössen.
Warum manches Zeit braucht.

Die einfache Antwort ist:
Weil ich nicht auf Vorrat stricke.
Ich arbeite nicht nach Listen und Stückzahlen.
Ich stricke nicht schneller, nur damit etwas fertig wird.
Und ich produziere nichts, nur um Regale zu füllen.
Meine Arbeit beginnt nicht mit einem Ziel,
sondern mit einem Gefühl.
Mit einer Farbe, die mich anspricht.
Mit einem Garn, das sich richtig anfühlt.
Mit dem Moment, in dem ich weiß:
Jetzt ist Platz für neue Maschen.
Manches entsteht zügig.
Manches bleibt liegen.
Manches wird wieder aufgetrennt.
Nicht, weil es schlecht ist.
Sondern weil es noch nicht so weit ist.
So zu arbeiten bedeutet,
dass nicht alles jederzeit da ist.
Aber es bedeutet auch,
dass jedes Stück mit Aufmerksamkeit entstanden ist.
Ohne Druck.
Ohne Eile.
Ohne das Gefühl, liefern zu müssen.
Ich glaube, Handgemachtes darf sich Zeit nehmen.
Und ich glaube, man spürt den Unterschied.




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