Was auf meinen Nadeln liegt (und warum das wechseln darf
- felibuechler3

- 21. Feb.
- 1 Min. Lesezeit
Wenn ich auf meine Nadeln schaue, liegt dort selten nur ein einziges Projekt.
Meist sind es mehrere.
Ein angefangenes Tuch.
Ein Paar Stulpen.
Vielleicht etwas, das schon länger wartet.

Früher dachte ich, das müsste anders sein.
Dass man etwas erst fertig machen sollte,
bevor man Neues beginnt.
Dass Ordnung bedeutet, bei einer Sache zu bleiben.
Heute sehe ich das entspannter.
Meine Projekte wechseln.
Je nach Stimmung.
Je nach Tag.
Je nach dem, was gerade gut tut.
Manchmal möchte ich an etwas Einfachem weiterstricken,
ohne nachdenken zu müssen.
Manchmal brauche ich ein Muster,
das mich fordert.
Und manchmal liegen die Nadeln einfach da
und warten.
Das ist kein Chaos.
Es ist Bewegung.
Nicht jedes Stück will zur gleichen Zeit wachsen.
Und nicht jede Idee muss sofort fertig werden.
Ich habe gelernt, diesem Wechsel zu vertrauen.
Er nimmt Druck raus.
Und lässt Freude zu.
Am Ende wird alles, was bleiben will, auch fertig.
In seinem eigenen Tempo.
Und das fühlt sich richtig an.




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