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Wie Farben meine Tücher entstehen lassen

  • Autorenbild: felibuechler3
    felibuechler3
  • 9. März
  • 2 Min. Lesezeit

Wenn ich ein neues Tuch beginne, steht selten schon alles fest.

Es gibt keinen genauen Plan, keine feste Farbkarte und keine Skizze, die ich exakt umsetze.



Meist beginnt alles mit einem Knäuel Wolle.

Ich nehme es in die Hand, lasse den Faden durch die Finger gleiten und überlege:

Welche Farbe könnte dazu passen?


Dann hole ich ein zweites Knäuel.

Vielleicht ein drittes.

Und plötzlich liegen mehrere Farben nebeneinander auf dem Tisch.


Manchmal entsteht sofort ein Gefühl:

Ja, das passt.


Nicht logisch.

Nicht geplant.


Einfach ein kleines inneres Nicken.


Farben dürfen sprechen


Ich habe gelernt, Farben nicht zu sehr zu analysieren.


Früher dachte ich oft:

Passt das überhaupt zusammen?

Ist das zu bunt?

Ist das zu gewagt?


Heute denke ich anders.


Ein Tuch darf lebendig sein.

Es darf auffallen.

Es darf eine Stimmung tragen.


Manchmal ist es ein ruhiger Farbverlauf, der langsam ineinander übergeht.

Manchmal sind es kräftige Kontraste, die plötzlich nebeneinanderstehen – Pink, Orange, Grün oder Blau.


Und genau diese Mischung macht jedes Tuch einzigartig.



Ein Tuch entwickelt sein eigenes Leben


Während ich stricke, verändert sich oft die ursprüngliche Idee.


Ich beginne vielleicht mit einer bestimmten Farbe – und plötzlich merke ich:

Hier fehlt noch etwas.

Vielleicht ein sanfter Übergang.

Vielleicht eine dunklere Farbe.

Oder ein weicher Mohairfaden, der dem Ganzen eine leichte, flauschige Tiefe gibt.


Manchmal entsteht auch ganz spontan ein Volant am Ende des Tuchs.

So wächst das Stück langsam Masche für Masche – und nimmt dabei seine eigene Richtung.


Ich begleite diesen Prozess eher, als dass ich ihn kontrolliere.



Der schönste Moment


Der Moment, den ich am meisten liebe, kommt ganz am Schluss.


Wenn das Tuch fertig ist und ich es ausbreite.


Dann sehe ich plötzlich das Ganze –

die Farben, die Linien, die Bewegung im Gestrick.


Und manchmal denke ich dann einfach nur:


Ja. Genau so sollte es werden.


Auch wenn ich es am Anfang noch gar nicht wusste.




Vielleicht ist dass das Schönste am Stricken


Aus ein paar Fäden entsteht etwas, das vorher nur eine Idee war.


Farben treffen sich.

Maschen wachsen.

Und irgendwann liegt ein fertiges Tuch vor mir.


Ein Stück, das es vorher noch nie gegeben hat.


Und genau deshalb liebe ich es, neue Tücher entstehen zu lassen.


Masche für Masche.

Farbe für Farbe.

 
 
 

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