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Wenn nichts entstehen muss

  • Autorenbild: felibuechler3
    felibuechler3
  • 9. Feb.
  • 1 Min. Lesezeit

Warum Stricken manchmal einfach nur da sein darf



Die Erlaubnis zum Nichtstun
Die Erlaubnis zum Nichtstun


Es gibt Tage, da muss nichts fertig werden.

Kein Projekt. Kein Ziel. Kein Ergebnis.


Trotzdem greifen meine Hände zu Garn und Nadeln.



Der innere Widerstand

Da ist diese Stimme, die sich meldet:

Das bringt doch nichts.

Du solltest etwas Sinnvolles machen.

Wenn du schon strickst, dann wenigstens mit Plan.


Ich kenne sie gut.

Diese Stimme, die alles einordnen, bewerten und rechtfertigen will.



Stricken ohne Zweck

Manchmal stricke ich einfach drauflos.

Ohne Muster. Ohne Idee, was daraus werden soll.

Maschen kommen, Maschen gehen.

Vielleicht ribble ich alles wieder auf.


Gelegentlich entsteht so auch ein UFO - ein unfinished object,

also ein begonnenes, aber (noch) nicht fertiges Strickstück.


Und genau darin liegt etwas Befreiendes.

Meine Hände sind beschäftigt, mein Kopf wird still.

Es geht nicht darum, etwas zu produzieren.

Es geht darum, da zu sein.



Was trotzdem entsteht

Auch wenn kein fertiges Stück entsteht, bleibt etwas zurück.

Ruhe.

Klarheit.

Ein bisschen mehr Platz im Inneren.


Oft entsteht erst später eine Idee.

Manchmal entsteht gar nichts – und auch das ist in Ordnung.



Die Erlaubnis, nichts zu müssen

Nicht jedes Tun braucht einen Zweck.

Nicht jede Masche ein Ziel.


Manchmal darf Stricken einfach Bewegung sein.

Ein Rhythmus.

Ein leiser Moment für mich.


Wer weiss - vielleicht entsteht genau dann etwas Wertvolles,

wenn nichts entstehen muss.

 
 
 

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